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Bereits etwa 2000 v. Chr.: Cannabis-Heilkunde in Indien

Bereits etwa 2000 v. Chr.: Cannabis-Heilkunde in Indien

Seit Jahrtausenden wird die Nutzung von Cannabis als Medizin praktiziert. Wir haben Euch bereits berichtet, dass Medizinalcannabis seinen Ursprung vermutlich vor ca. 5000 Jahren in China hatte – doch auch in Indien hat die Cannabis-Heilkunde eine lange Geschichte.

Bereits etwa 2000 v. Chr. wird Cannabis in historischen hinduistischen Texten erwähnt, und zwar im „Atharvaveda“. Hierbei handelt es sich um eine heilige Textsammlung des Hinduismus. Der „Atharvaveda“ enthält eine Mischung von magischen Hymnen und Zauberformeln. Cannabis wurde vor allem als Opfergabe für den Gott Shiva genutzt. In diesem Zusammenhang wird Cannabis als „Bhanga“ bezeichnet. Dieser Begriff wird auch heute noch in weiten Teilen Asiens genutzt.

Forscher gehen davon aus, dass Cannabis auch in der vedischen Zeit eingesetzt wurde. Der „Veda“ oder die „Veden“ ist eine zunächst mündlich überlieferte, später verschriftlichte Sammlung religiöser Texte im Hinduismus. In dieser Zeit soll besonders die psychoaktive Wirkung von Cannabis (THC) eine wichtige Rolle gespielt haben, da es vor allem für Meditationszwecke genutzt wurde.

Darüber hinaus wurde Cannabis auch im ayurvedischen Text „Rajavallabha“ aus dem 17. Jahrhundert erwähnt: Hier wurde Cannabis als „elixir vitae“ gepriesen. Dieses wörtlich übersetzte „Elixier des Lebens“ sollte die geistigen Fähigkeiten aktivieren sowie Energie und Lebensfreude spenden.

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So wurde Cannabis in der indischen Medizin über die Jahrhunderte vielfältig eingesetzt, unter anderem als Medikament gegen Fieber, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Durchfall und Sprechschwierigkeiten. Zudem wurde Cannabis zur Bekämpfung von Ängsten sowie gegen Kopfschmerzen, Krämpfe, Diabetes, Asthma, Hysterie und Impotenz eingesetzt. Bei kleinen operativen Eingriffen diente Cannabis auch als Betäubungs- und Schmerzmittel.

Heute ist Cannabis gemäß dem Narcotic Drugs and Psychotropic Substances Act von 1985 in Indien verboten. Dass im Mutterland des indischen Hanfs (Cannabis indica) seit Jahren eine Legalisierungs-Debatte herrscht, dürfte vor dem hier skizzierten medizinischem Hintergrund noch verständlicher werden.

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