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Libanon legalisiert Cannabis-Anbau für medizinische Zwecke

Libanon legalisiert Cannabis-Anbau für medizinische Zwecke

Der Libanon hat als erstes Land der arabischen Welt den Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert.

Das Land zählt schon lange zu einem der weltweit bedeutendsten Produzenten von Cannabis: Nach Angaben des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) gehört der Libanon weltweit zu den wichtigsten Produzenten von Cannabis. Angebaut wird die Pflanze vor allem in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes – bis vor Kurzem jedoch noch illegal.

Nun hat das libanesische Parlament hat einem entsprechenden Gesetz einstimmig zugestimmt, das den Anbau von Medizinal-Cannabis erlaubt. Neben der Bekämpfung des Schwarzmarkts erhofft sich das Land vor allem ökonomischen Erfolg. Denn derzeit erlebt der Libanon eine der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte: Im März musste die Regierung erstmals erklären, dass sie Staatsanleihen nicht zurückzahlen kann. Dem Land am Mittelmeer droht ein Bankrott. Die Coronavirus-Pandemie verschärft die Lage noch weiter. Das Gesetz zur Legalisierung des Cannabis-Anbaus dient also in erster Linie dazu, die libanesische Wirtschaft inmitten dieser schweren Krise zu stärken.

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Im Gesetz ist auch vorgesehen, dass allein der Staat mit Cannabis handeln darf. Dies ist wohl auch ein Grund, warum die im Libanon einflussreiche Hisbollah das neue Gesetz strikt ablehnte. Der schiitischen Miliz droht nun ein Machtverlust, da bislang meist in den Gebieten Cannabis produziert wurde, in welchen die Hisbollah die Kontrolle besaß.

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