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Cannabis in Afrika: Anbau und Export in Ruanda, Potenziale im Süden des Kontinents

Cannabis in Afrika: Anbau und Export in Ruanda, Potenziale im Süden des Kontinents

Mit Ruanda hat ein weiteres afrikanisches Land den Anbau und Export von medizinischem Cannabis genehmigt. Die neuen Regeln im ostafrikanischen Binnenland legalisieren dabei ausschließlich den Export, der Konsum als Freizeitdroge bleibt weiterhin illegal. Währenddessen entwickelt sich Cannabis im Süden Afrikas immer mehr zum lukrativen Wirtschaftszweig.

Am 12. Oktober hat die Regierung von Ruanda die neuen Richtlinien für den Anbau, die Verarbeitung und den Export von medizinischem Cannabis genehmigt. Gesundheitsminister Dr. Daniel Ngamije erklärte, dass die Entscheidung keinen Raum für diejenigen gebe, die Cannabis missbrauchen. „Das Gesetz, das Drogenmissbrauch unter Strafe stellt, ist immer noch in Kraft und wird auch weiterhin wie üblich angewandt“, so der Minister gegenüber lokalen Medien. Das Rwanda Development Board bestätigte ebenfalls, dass das medizinische Cannabis, das in Ruanda angebaut wird, ausschließlich für den Export bestimmt sei. Demnach soll auch eine spezielle Ausfuhrsteuer für Cannabisprodukte aus Ruanda eingeführt werden. Das Land im Osten Afrikas erhofft sich, durch den Anbau und Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken nicht zuletzt wirtschaftlich zu profitieren.

Dass medizinisches Cannabis ein Milliardengeschäft ist, haben in den vergangenen Jahren auch bereits Unternehmen und Staaten im südlichen Afrika erkannt. Alle Beteiligten erhoffen sich ein wirtschaftliches High von der Wunderpflanze – so beispielsweise auch in Lesotho. Das Nachbarland Südafrikas möchte den weltweiten Export von Cannabisprodukten forcieren. Weitere Länder wie Swasiland und Malawi prüfen eine mögliche Cannabis-Legalisierung.

Tatsächlich könnten afrikanische Länder im Anbau von Cannabis für medizinische Zwecke eine führende Rolle auf dem Weltmarkt einnehmen, so zumindest die Ansicht von Experten auf der Cannabismesse „CannaTech“ im vergangenen Jahr. Nach Schätzung des britischen Marktforschungsunternehmens Prohibition Partners soll der Wert von in Afrika hergestelltem Cannabis und zugehörigen Produkten im Jahr 2023 bei 7,1 Milliarden US-Dollar liegen. Dabei könnte die Europäische Union einer der größten Absatzmärkte werden.

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Das Marktpotenzial erscheint vor allem im Süden Afrikas enorm. Doch der rechtliche Rahmen hinkt in vielen Ländern noch hinterher, wie ein ausführlicher Bericht im Deutschlandfunk aufzeigt. Die fast 20-minütige Reportage kann hier nachgehört werden. ⁠⠀

 

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