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Meilenstein für europäische Hanfindustrie: EU erhöht THC-Gehalt von Nutzhanf auf 0,3 %

Meilenstein für europäische Hanfindustrie: EU erhöht THC-Gehalt von Nutzhanf auf 0,3 %

Wichtige Reform für Industriehanf aus Europa: Das Europäische Parlament hat den zulässigen THC-Gehalt für Industriehanf von 0,2 auf 0,3 Prozent angehoben. Die Reform im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ist für die europäische Hanfindustrie und europäische Landwirte ein Meilenstein im internationalen Wettbewerb.

Die Entscheidung der Europäischen Union wird von vielen Branchenvertretern begrüßt, darunter auch die European Industrial Hemp Association (EIHA). „0,1 Prozent ist ein kleiner Schritt für das Europäische Parlament, aber ein großer Schritt für die europäische Nutzhanfindustrie“, so EIHA-Präsident Daniel Kruse. „Das ist ein guter Tag für den Hanfsektor und für eine grünere Zukunft Europas.“

Besonders im internationalen Wettbewerb würden sich nun neue Möglichkeiten für Europa ergeben. „Endlich hat die EU die Chance auf wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen in Konkurrenz zum globalen industriellen Hanfsektor. Und mit den kommenden Vermarktungsnormen für Hanf hat die EU die weitere Chance, an Dynamik zu gewinnen und mit dem internationalen Wettbewerb gleichzuziehen“, sagt Kruse. Im internationalen Vergleich sei der Wert aber nach wie vor sehr gering.

Die Europäische Union legte im Jahr 1999 den zulässigen THC-Gehalt für Industriehanf auf 0,2 Prozent fest. Ziel war es, den Anbau von psychoaktivem Cannabis in industriellen Hanffeldern zu unterbinden. Die EIHA argumentierte über Jahre hinweg, dass eine Anhebung des THC-Grenzwertes auf 0,3 Prozent keine merklichen Auswirkungen auf die illegale Cannabisproduktion habe. Die Interessenvertretung der hanfverarbeitenden Industrie verwies hierbei auf Studien, die belegen konnten, dass von Hanf mit 0,3 Prozent THC kein größeres Sicherheitsrisiko ausgehe als von Cannabispflanzen mit 0,2 Prozent THC.

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Besonders für CBD-Produzenten hat sich der 0,2 Prozent THC-Grenzwert als Hindernis erwiesen, da CBD im Hanf proportional zum THC steigt. Das EU-Urteil hat somit Tragweite für die gesamte europäische Cannabisindustrie.

Darüber hinaus stimmte das Europäische Parlament auch dafür, Produkte aus Industriehanf in die Liste für landwirtschaftliche Vermarktungsnormen und Etikettierungsvorschriften aufzunehmen. Damit unterliegen Hanfprodukte zukünftig Anforderungen zur Gewährleistung der Verzehrbarkeit, Klassifizierung und Kennzeichnung. Dies ist ebenfalls eine entscheidende Reform für die europäische Hanfindustrie – insbesondere mit Blick auf Qualitätskontrolle und Verbrauchersicherheit.

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