Erstes afrikanisches Unternehmen mit Cannabis-Exportlizenz für die EU

Als erstes afrikanisches Unternehmen hat MG Health eine EU-Exportlizenz für medizinisches Cannabis erhalten. Die Firma mit Sitz in Lesotho erfüllt mit seinen Cannabisblüten für medizinische Zwecke die EU-Standards der guten Herstellungspraxis (GMP). Die erste Lieferung nach Deutschland soll noch in diesem Jahr erfolgen.

Künftig darf MG Health seine Cannabisblüten sowie Öle und Extrakte als pharmazeutische Wirkstoffe legal in die Europäische Union (EU) exportieren. Das Unternehmen befindet sich in der Bergregion nahe der Hauptstadt Maseru und beschäftigt aktuell ca. 250 Menschen. Weitere Jobs sollen nun geschaffen werden. MG Health hofft, die Wirtschaft und die Bevölkerung durch den Deal mit Europa langfristig unterstützen zu können.

„Die Entwicklungsprojekte, die das Unternehmen im Rahmen seiner sozialen Verantwortung durchführt, können dadurch wachsen und letztendlich die Kriminalität und Armut unter den Dorfbewohnern reduzieren“, so Nthabeleng Peete, Community Liaison Manager von MG Health, gegenüber dem Guardian.

Peete vermittelt zwischen Gemeinden und MG Health. Sollte der Umsatz der Cannabis-Firma steigen, hätte das auch positive Auswirkungen auf die Bevölkerung, weil MG Health einige Produkte und Dienstleistungen von Dorfbewohnern beziehe.

Das Königreich Lesotho war das erste afrikanische Land, das im Jahr 2017 Lizenzen für den Anbau von medizinischem Cannabis ausstellte. Bereits 2020 verkündete das Land, dass es auf internationale Exporte setzen wolle – diese Pläne tragen jetzt Früchte.

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