Amazon setzt sich für Cannabis-Legalisierung in den USA ein

Amazon will sich verstärkt für die Legalisierung von Cannabis in den USA einsetzen. Dies hat das Unternehmen im firmeneigenen Blog erklärt. Künftig will sich der Versandriese über gezielte Lobbyarbeit dafür stark machen, dass Cannabis und der Konsum der Pflanze im gesamten Bundesgebiet der USA legalisiert wird. Konkret soll sich das Engagement auf den „Marijuana Opportunity Reinvestment and Expungement Act of 2021“ und den „Cannabis Administration and Opportunity Act“ beziehen. Beide Initiativen setzen sich für die bundesweite Legalisierung und Besteuerung von Cannabis ein.

Laut Amazon sei die Haltung der USA zu Cannabis nicht mehr zeitgemäß. Der Versandriese sieht sein Engagement auch in einem anti-rassistischen Kontext: „Historisch gesehen wurde die Strafverfolgung infolge von Marihuana-Konsum bei People of Colour unverhältnismäßig oft angewendet und führte zu einem Teufelskreis aus Inhaftierung, Armut, schlechtem Gesundheitszustand und anderen Hindernissen für Beschäftigung und Chancengleichheit.“  

Bereits im Sommer 2021 hatte Amazon angekündigt, Mitarbeitende innerhalb des eigenen Drogenscreening-Programms nicht mehr auf Cannabis zu testen. Menschen, deren Arbeitsverhältnis bereits aufgrund von nachgewiesenem Konsum der Pflanze gekündigt worden war oder die eine Stelle deshalb nicht bekommen hatten, sollten ein erneutes Jobangebot erhalten.  

Während knapp die Hälfte der US-amerikanischen Bundesstaaten Cannabis für Personen ab 21 Jahren legalisiert hat, ist der Gebrauch, Besitz und Verkauf auf Bundesebene verboten. Das Engagement von Amazon könnte in den USA einen weiteren Push in Richtung bundesweite Legalisierung geben – nicht zuletzt dank der finanziellen Mittel, die dem Versandriesen für seine Lobbyarbeit zur Verfügung stehen.

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