Apple lässt Cannabis-Lieferdienste im App Store zu

Apple hat das Regelwerk für den App Store zugunsten der Cannabisbranche angepasst. Im App Store sind nun auch Cannabis-Lieferdienste erlaubt, wie zum Beispiel „legale Cannabis-Apotheken“. Während es einzelne iOS-Apps rund um das Thema Cannabis schon länger gibt, fanden Lieferdienste bislang im App Store nicht statt – die Cannabis-Anbieter mussten auf das Web ausweichen. Für sie eröffnen sich jetzt neue Möglichkeiten der mobilen Vermarktung.

Mit der Änderung ist Apple nun sogar Vorreiter, denn Google untersagt den Cannabis-Vertrieb bislang noch für Android-Apps im Play Store. Einen Grund für die plötzliche Freigabe nannte Apple nicht. Ebenso wie für den Vertrieb von Medikamenten gilt im App Store aber auch für Cannabis-Shops, dass die Apps nur von Firmen respektive juristischen Personen eingestellt werden dürfen und nicht von Einzel-Entwicklern. Die Anbieter müssen außerdem per Geosperre sicherstellen, dass sie die Ware nur in dem dafür zugelassenen Gebiet ausliefern, wie aus den App-Store-Prüfungsrichtlinien hervorgeht.

In Hinblick auf Tabak, E-Zigaretten und Vaping-Produkte ändert sich nichts an Apples Verbot, der mobile Handel über das iPhone bleibt weiterhin untersagt. „Apps, die zum Gebrauch von Tabak, Vape-Produkten, illegalen Drogen oder übermäßigen Alkoholmengen anregen, sind im App Store nicht erlaubt", heißt es bei Apple.

Das Öffnen des App Stores gegenüber Cannabis-Produkten kann somit auch als großes Zeichen von Apple pro Cannabis gewertet werden.

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