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Cannabis Tradition in Europa: Papst Martin V. ließ sich Hanfsuppe servieren

Cannabis hat in Europa Tradition: Schon Anfang des 15. Jahrhunderts hat Papst Martin V. die Heilpflanze konsumiert – und zwar in Form einer päpstlichen Hanfsuppe. Dies ist eines von mehreren Beispielen, die die European Industrial Hemp Association (EIHA) anbringt, um zu belegen, dass Hanf und CBD zu den Lebensmitteln bzw. Lebensmittelzutaten gehören, deren Verzehr in Europa Tradition hat. Ziel ist es, dass CBD seitens der EU nicht als Novel Food („neuartiges Lebensmittel“) behandelt wird.

Worum geht es bei der „Novel Food“-Debatte? Konkret soll geprüft werden, ob Cannabis bzw. CBD ein neuartiges Lebensmittel ist oder nicht. Diese Frage ist relevant, seitdem der originäre Regulierungsansatz der Europäischen Union auch auf natürliche Produkte wie Pflanzen, Algen, Pilze und Mikroorganismen erweitert wurde. Seitdem muss für jeden natürlichen Pflanzenstoff nachgewiesen werden, dass er bereits vor 1997 in einem oder mehreren Ländern der EU verzehrt worden ist.

Rund 30 Beispiele hat die EIHA recherchiert, die zeigen sollen, dass eine Zuordnung von CBD als Novel Food nicht zutrifft – darunter auch ein Suppenrezept des persönlichen Kochs von Papst Martin V., der im frühen 15. Jahrhundert die Hanfsuppe genossen haben soll. Das Rezept, das aus Rom stammt, beinhaltet herausgepresste Säfte, die aus den Blüten und Blättern der Cannabispflanze gewonnen werden.

Darüber hinaus wurden weitere Traditionsrezepte mit Hanfzutaten gefunden, wie unter anderem eine italienische Tortellini-Spezialität aus dem 19. Jahrhundert, die mit Hanfblüten und Speck gekocht wird. Die EIHA liefert dazu auch kulinarische Belege für Speisen und Getränke mit Hanfextrakten in Schweden, Litauen, Irland, Deutschland sowie weiteren EU-Nationen.

Das von der EIHA erarbeitete Dossier soll zeitnah der EU vorgelegt werden, sodass noch im ersten Halbjahr 2021 eine Antwort der EU erwartet werden kann. Ein positiver Entscheid pro CBD als Lebensmittel mit (genügend) europäischer Tradition dürfte der Cannabisbranche einen großen Push bescheren.

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