Cannabisentzug: Kann CBD Entzugssymptome lindern?

Knapp 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben bereits Erfahrungen mit illegalen Drogen gesammelt. Unter den 18- bis 25-Jährigen ist es sogar fast jeder Zweite. Am häufigsten problematisch ist dabei der Konsum von Alkohol, Opioiden und Cannabis. Störungen aufgrund von Alkoholkonsum stellen dabei mit rund 63 Prozent in der stationären und knapp 50 Prozent in der ambulanten Suchthilfe jedoch die mit Abstand häufigste Hauptdiagnose. Cannabis bleibt aber weiterhin die meistkonsumierte illegale Droge in Deutschland. Mehr als jeder vierte Erwachsene und jeder Zehnte Jugendliche (unter den 18- bis 25-Jährigen gar mehr als 40 Prozent) hat in seinem Leben schon einmal Erfahrung mit Cannabis gemacht, wobei der regelmäßige Konsum deutlich weniger verbreitet ist.

Viele Menschen meinen immer noch, dass man von Cannabis nicht abhängig werden kann. Während Cannabis tatsächlich kaum körperlich abhängig macht, kann aber sehr wohl eine starke psychische Abhängigkeit entstehen. Wer ohne Cannabis nicht mehr entspannen kann, bei Stress sofort ans Kiffen denkt und generell dazu neigt negative Emotionen verdrängen zu wollen oder sich einen Feierabend nicht mehr ohne Cannabis vorstellen kann, der läuft Gefahr eine solche Abhängigkeit zu entwickeln. Oft entwickelt sich eine Sucht schleichend, es entwickelt sich eine Toleranz und der Konsum steigt. Die Entwicklung vom gelegentlichen Kiffer hin zum täglichen Kiffer und die negativen Auswirkungen auf den Betroffenen oder die Betroffene, werden oft zu spät erkannt.

Wer glaubt abhängig zu sein und seinen Konsum gerne reduzieren oder aufgeben möchte, kann sich bei folgenden Einrichtungen Hilfe suchen:

  • Entgiftungszentren
  • Stationäre Rehabilitationszentren
  • Intensive Ambulante Programme
  • Selbsthilfegruppen
  • Psychologische Therapieformen
  • Online Therapieprogramme

In diesem Artikel wollen wir heute beleuchten, ob CBD (Cannabidiol), der nicht-psychoaktive Teil von Cannabis den Entzug von THC (Tetrahydrocannabinol), dem psychoaktiven Teil von Cannabis, unterstützen kann.

Vor allem wer Cannabis lange und regelmäßig konsumiert hat, kann bei anfänglicher Abstinenz mit Entzugssymptomen rechnen. Diese sind jedoch meist eher psychischer Natur und eher milde ausgeprägt im Vergleich zu dem Entzug von anderen Drogen.

Folgende psychische Symptome können auftreten:

  • Schlaflosigkeit und Albträume
  • Angst und innere Unruhe
  • Impulsivität und Aggressionen
  • Müdigkeit und Depressionen

Auch wenn Cannabis kaum körperlich abhängig macht, können ebenfalls leichte physische Entzugssymptome auftreten:

  • Schwitzen
  • Verminderter Appetit
  • Bauchkrämpfe

Die positive Wirkung von Cannabis beim Entzug von harten Drogen, wie dem Opiatentzug, ist schon länger bekannt. In einer Studie an der Ludwig-Maximilans-Universität München fand, dass Cannabis eine höhere therapeutische Breite habe als Methadon und den Suchtdruck bei Opiatabhängigen verringern könnte. Die ForscherInnen sahen ein mögliches Potenzial für die Hanfpflanze in der Suchtmedizin, allerdings sind wie so oft, weitere Studien von Nöten. Das deckt sich mit den Ergebnissen einer Studie an der Universität Valencia, die ebenfalls fand, dass CBD die Entzugserscheinungen von Kokain- und Methamphetaminabhängigen verringern konnte. Desweiteren wirkte CBD dem gesteigerten Risiko für Krampfanfälle sowie Impulsivität und Paranoia durch Kokainkonsum entgegen.

Eine andere Studie an der Medizinischen Universität in Utrecht fand heraus, dass CBD sowohl Entzugssymptome schwächt und dadurch beim Cannabis-Entzug unterstützt als sich auch bei der Behandlung von Psychosen als hilfreich erweist. In einer systematischen Literaturanalyse, inkludierten die ForscherInnen insgesamt 16 Studien, die sich mit der Wirksamkeit von CBD in der Behandlung von Schizophrenie, Abhängigkeitsdiagnosen und deren Komorbiditäten befassten. Das endogene Cannabinoid-System spielt eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie beider Erkrankungen, weßhalb das nicht psycho-aktive CBD als vielversprechendes Mittel in der Behandlung angesehen wird. Besonders in den frühen Phasen psychotischer Erkrankungen, hat die Gabe von CBD entweder als Monotherapie oder zusammen mit antipsychotischen Medikamenten die Symptome verbessern können. Ausserdem konnten kurzzeitige Entzugssymptome wie u.a. der Suchtdruck (cravings) gelindert werden. CBD wirkt zwar anders als THC auf das endogene Cannabinoid-Sytem ein, dennoch dockt es an denselben Rezeptoren an.

Du möchtest nun also CBD gezielt einsetzen, um deinen Cannabis (THC) Konsum zu reduzieren oder aufzugeben? Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, CBD aufzunehmen. Vor einer Überdosierung mit CBD musst du dabei keine Angst haben.

CBD Blüten

Wird CBD über die Lunge aufgenommen, wirkt es am schnellsten und du kannst es auch gut dosieren. Allerdings kann der Akt des Rauchens und der Geruch der CBD Blüten einige Menschen, die von THC abhängig sind, triggern und den Entzug evtl. erschweren. Anderen erleichtert es genau aus demselben Grund den Entzug, da sie das Rauch-Ritual beibehalten können und quasi nur die Substanz in eine rauschfreie, nicht abhängig-machende Alternative austauschen.

CBD Öl

Wenn du zu denen gehörst, die CBD Blüten eher triggern, kannst du natürlich auch zu einem CBD Öl zurückgreifen, welches über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Wir würden dir empfehlen, unser 10%-iges zu nehmen und mal mit 2 Tropfen am Tag langsam anzufangen. Du kannst nach und nach die Dosis dann selber anpassen, wie du es brauchst.

CBD Gummies

CBD kann in Form von Edibles auch über den Darm aufgenommen werden. Wir empfehlen dir hierzu unsere leckeren Gummies, die du genau wie das CBD Öl einfach und unkompliziert überall hin mitnehmen kannst. Hier dauert es zwischen 2 und 3 Stunden bis die Wirkung einsetzt, dafür ist sie über eine längere Zeit konstant.

Wie lange ein Cannabis-Entzug dauert ist schwer zu sagen und hängt auf jeden Fall davon ab, wie viel und wie regelmäßig vorher konsumiert wurde. Manchen fällt es auch gar nicht schwer und sie merken kaum Entzugssymptome, für andere ist es schwerer und die Symptome können über Tage und Wochen anhalten. Insgesamt sollte es nach 4 Tagen bis 4 Wochen allerdings deutlich leichter werden.

Wenn du eine Abhängigkeit bei dir erkannt hast und nicht mehr länger nur aus Genuss oder medizinischen Gründen konsumierst, finden wir es klasse, wenn du dagegen etwas unternehmen willst. Wir wünschen dir für dein Vorhaben alles Gute!

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