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Studie: Europäischer Schwarzmarkt für Cannabis professionalisert sich

Die europäische Drogenbehörde EMCDDA hat in einer Studie festgestellt, dass sich der Schwarzmarkt für Cannabis mit Blick auf dessen Produkte zunehmend professioneller organisiert – und damit erhöhte Risiken für die Konsumenten einhergehen.
Die Studie basiert auf einer Auswertung der Polizeidaten der EU-Mitgliedsstaaten. Daraus geht hervor, dass sich die Wirkkraft von illegal gehandeltem Cannabis innerhalb von 10 Jahren verdoppelt habe. Während die durchschnittliche THC-Konzentration in sichergestellten Blüten im Jahr 2006 noch bei 5% gelegen habe, stieg sie bis 2016 auf 10%. Bei Haschisch stieg die THCC-Konzentration im selben Zeitraum sogar von acht auf 17%. Zudem wurde eine Diversifizierung der illegal angebotenen Cannabis-Produkte festgestellt.
Da auf dem Schwarzmarkt weder Transparenz noch Qualitätskontrollen gegeben sind, würden die Risiken für die Konsumenten steigen, da diese in der Regel die Wirkkraft der Produkte nicht genau bewerten könnten. „Die aktuelle Dynamik im Cannabismarkt und die Vervielfältigung des Angebots der verfügbaren Cannabisprodukte stellen erhebliche Herausforderungen dar. Neue und wirksamere Cannabisprodukte können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Verbraucher haben“, so Alexis Goosdeel, Direktor der EMCDDA.
Die Forscher führen die neue Dynamik im Schwarzmarkt auf mehrere Faktoren zurück. Zum einen würden die Hersteller auf professionellere Produktionstechniken zurückgreifen. So deute der gestiegene THC-Wert von Cannabis darauf hin, dass die Pflanze zunehmend aus hochtechnischen Indoor-Anlagen aus Europa stammt, während Importe von natürlich angebautem Cannabis zurückgehen. Zum anderen gehen die Forscher davon aus, dass durch die Legalisierung in anderen Ländern (z.B. Kanada) die dortige Nachfrage nach Produktinnovationen auch nach Europa überschwappen würde.
Wie genau die Dynamik auf dem Schwarzmarkt eingedämmt werden kann, ist eine der Kernfragen in der Legalisierungsdiskussion. Diese Studie dürfte die Debatte weiter befeuern. Für noch mehr Infos findet ihr im Folgenden den Link zur EU-Studie.

http://www.emcdda.europa.eu/news/2019/5/developments-in-the-european-cannabis-market_en?utm_campaign=later-linkinbio-deincharliegreen&utm_content=later-2709287&utm_medium=social&utm_source=instagram

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