DEMECAN: Sachsen fördert Cannabis-Anbau

Sachsen setzt auf Cannabis: Der Freistaat unterstützt den deutschen Cannabisproduzenten DEMECAN mit Fördergeldern in Millionenhöhe. Die Finanzspritze soll unter anderem für den Ausbau der Betriebsstätte in der Nähe von Dresden genutzt werden. In der sächsischen Kleinstadt Ebersbach baut das Unternehmen gerade seine Fabrik für medizinisches Cannabis aus. Ab dem nächsten Jahr will DEMECAN jährlich bis zu einer Tonne Cannabis für medizinische Zwecke produzieren.  

Die Sächsische Aufbaubank hat dem Unternehmen eine Millionen-Förderung über 30 Prozent der Investitionen zugesagt. „Wir freuen uns über die Unterstützung der Sächsischen Aufbaubank. Für den weiteren Ausbau unserer Produktionsanlage in Dresden ist der Erhalt von Fördergeldern eine großartige Nachricht und bestätigt unsere Entscheidung, Sachsen als Standort für unsere Produktion gewählt zu haben“, sagt Dr. Constantin von der Groeben, Geschäftsführer und Mitgründer von DEMECAN.  

Für den Ausbau der Produktionsanlage bei Dresden wurde zuvor bei der Sächsischen Aufbaubank eine GRW- Förderung beantragt. Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) strebt als zentralen Förderschwerpunkt die Unterstützung von Investitionen der gewerblichen Wirtschaft an. Die Sächsische Aufbaubank hat den Bescheid über eine 30-prozentige Förderung der Investitionsaufwendungen an DEMECAN übermittelt. Diese Maßnahme wird finanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Im Mai 2019 erhielt DEMECAN vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als einziges unabhängiges deutsches Unternehmen den Zuschlag zum Anbau und Vertrieb von medizinischem Cannabis in Deutschland. Nach der Corona-Krise verzögerte sich jedoch die erste Ernte. Ab Oktober 2021 sollen nun die ersten Pflanzen in speziellen Hallen wachsen, Anfang 2022 die ersten Produkte ausgeliefert werden, kündigten die Firmenchefs zum Richtfest im Juli an. 

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