„Hemp of Sicily“: Sizilianische Cannabis Initiative mit großen Zielen

„Hemp of Sicily“: Auf Sizilien wurde eine Initiative zur Förderung der Cannabispflanze ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe aus unterschiedlichen Mitgliedern erarbeitet innovative Lösungen, um die Hanfindustrie auf Sizilien voranzutreiben. Langfristig soll sich die Region rund um die italienische Insel zu einem hochmodernen Hanfproduktionszentrum in Europa entwickeln.

Wie HempToday berichtet, besteht die Initiative „Hemp of Sicily“ unter anderem aus dem Cannabisunternehmen Canapar, der Universität Catania, dem Nationalen Forschungsrat Italiens (CNR) und weiteren lokalen landwirtschaftlichen Betrieben. Als „Schirmherr“ fungiert das Projekt zur ländlichen Entwicklung „Multicanapa“, welches vom italienischen Staat und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums der EU mitfinanziert wird.

„Multicanapa ist der Beweis dafür, dass für greifbare Ergebnisse und die Entwicklung innovativer Technologien die gezielte Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen notwendig ist“, sagt Sergio Martines, CEO von Canapar.

„Hanf ist eine Pflanze der sizilianischen Kulturtradition, deren Produkt hauptsächlich für den Textilsektor bestimmt war“, erklärt Cristina Patanè, Senior Researcher am CNR. „Die Diversifizierung seiner Verwendung in Produkten wie Lebensmitteln (…) würde die Einführung von Hanf in die Agrar- und Lebensmittelkette ermöglichen, was zur Wiederbelebung dieser Kulturpflanze beiträgt und ein mögliches Antriebsinstrument für kleine und mittlere Unternehmen darstellt, die im Agrar- und Lebensmittelsektor in Sizilien tätig sind.“

Diese Einschätzung teilt auch Luciano Cosentino, Professor für Agronomie und Kräuterpflanzen an der Universität Catania: „Die neuen Grenzen des Hanfanbaus, die sich durch die Produktion von Samen, Öl, Mehl und funktionalen Produkten ergeben, haben das Interesse der sizilianischen Landwirte neu geweckt.“

Die Initiative „Hemp of Sicily“ soll sich insbesondere auf die Bereiche Produktivität, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation konzentrieren.

Generell rückt das Thema Hanfinnovation in Europa immer mehr in den Fokus: Auch in der spanischen Region Extremadura entsteht aktuell ein Innovationszentrum für die Cannabispflanze, während das französische Start-Up Qairos Energies eine Produktionsanlage aufbaut, die aus lokal angebauten Hanfpflanzen Wasserstoff und Methan gewinnen soll. Dabei ist die Einführung von Hanf in die Produktionskette nicht nur innovativ, sondern auch nachhaltig.

In Großbritannien wurde jüngst das GW Pharmaceuticals mit dem Queen‘s Award for Enterprise 2021 in der Kategorie Innovation ausgezeichnet. Der Preis gilt als höchste offizielle Auszeichnung für britische Unternehmen und ging zum ersten Mal an ein Cannabisunternehmen.

Dies sind nur einige Praxisbeispiele dafür, dass Hanf in Europa zunehmend an Gewicht gewinnt. Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.

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