Japan prüft Regulierung von medizinischem Cannabis

Trotz strikter Cannabisgesetze könnte sich Japan demnächst für eine Regulierung von medizinischem Cannabis öffnen. Vor Kurzem hat die japanische Regierung ein Komitee bestimmt, das über einen neuen Umgang mit der Cannabispflanze diskutieren soll. Neben der Debatte um die Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke steht jedoch auch eine Verschärfung der Gesetze im Raum, die den Besitz und Konsum von Cannabis betreffen.

Berichten zufolge soll das japanische Gesundheitsministerium dazu tendieren, Cannabis erstmals als medizinischen Wirkstoff zuzulassen. Sollte dies der Fall sein, müsste Japan seine Drogengesetze ändern, da zum jetzigen Zeitpunkt weder die Produktion noch der Import von Arzneimitteln mit Cannabis legal ist.

Möglicherweise bekommen japanische Pharmaunternehmen dann demnächst die Chance, unter strengen Auflagen Cannabis Medikamente zu produzieren. Eine Lockerung der allgemeinen Cannabisgesetze steht jedoch nicht zur Debatte. Die Medikamente dürften vermutlich nur in besonders zertifizierten Einrichtungen ausgegeben werden.

Auch der Besitz von Cannabis wird für die japanische Bevölkerung weiterhin verboten bleiben. Vielmehr wird über eine Verschärfung der Gesetze nachgedacht. Denn auch der Konsum von Cannabis, der zurzeit legal ist, steht auf der Kippe. Das Komitee soll ein Verbot prüfen, das vor allem junge Menschen schützen soll.

Somit zeigt sich Japan – eines der fortschrittlichsten Länder der Welt – bisher nur beim Thema Cannabis für medizinische Zwecke zukunftsorientiert.

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