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Weltrekord: Kanadas Cannabisexporte stiegen 2020 um fast 300%
Kanada ist einer der internationalen Pioniere auf dem Gebiet Cannabis – und dies spiegelt sich auch wirtschaftlich wider: 2020 konnten die Exporte von Cannabis Blüten und Hanfölen um fast 300% gesteigert werden. Dank stabiler medizinischer Märkte in Israel und Deutschland wurden im vergangenen Jahr 13.849 Kilogramm getrocknete Cannabis Blüten und 10.494 Liter Cannabis Öl ins Ausland exportiert. Damit ist Kanada Exportweltmeister für die Heilpflanze.
Zum Vergleich: 2019 lag die Exportmenge bei ca. 3.100 kg Cannabis Blüten und 3.100 Liter Cannabis Öl. Eine solche Steigerung der Exportmengen um knapp 300% ist beachtlich. Wie lange sich die Nordamerikaner als Spitzenreiter für den Export von medizinischem Cannabis behaupten können, bleibt jedoch abzuwarten, wie das Hanf Magazin ausführt.
Knackpunk könnte der Preis pro Gramm Cannabis werden. Dieser setzt sich zusammen aus dem Verkaufsgewinn abzüglich sämtlicher Produktions- und Transportkosten. Aufgrund dieser Faktoren könnte Kanada seine vorteilhafte Position mittel- oder langfristig an Länder wie Uruguay oder Kolumbien verlieren. In diesen Ländern sind die Wachstumsbedingungen für die Cannabispflanze besser. Auch der Preis pro Gramm ist deutlich günstiger im Vergleich zu Kanada, wo Cannabis in Treibhäusern mit technischer Hilfe angebaut wird.
Zudem droht Kanada auch Konkurrenz aus Europa. Hier sind unter anderem Länder wie Spanien und Portugal zu nennen, die ebenfalls über exzellente Produktionsvoraussetzungen für Cannabis verfügen.
Aktuell scheint Kanada die Vorreiterrolle vor allem noch zu behalten, weil das Land solch große Mengen an medizinischem Cannabis zur Verfügung stellen kann. Dies ist den meisten Konkurrenten (noch) nicht möglich ist.
Die Zukunft um die Spitzenposition bei den Cannabisexporten bleibt auf jeden Fall spannend. Ganz getreu dem Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft.