Plastikmüllproblem: Hanfplastik als umweltfreundlicher Lösungsansatz

Die Cannabispflanze kann dazu beitragen, das Plastikmüllproblem auf der Welt zu lindern – und zwar mit sogenanntem Hanfplastik als nachhaltige Alternative zu Einwegplastik. Das Unternehmen „The Hemp Plastic Company“ setzt auf biologisch abbaubare Kunststoffe auf Hanfbasis. Diese Biokunststoffe sind für die Umwelt unschädlich und lassen sich in einem Bruchteil der Zeit von herkömmlichem Einwegplastik abbauen.

„Ich kann mir definitiv eine Zukunft vorstellen, in der Millionen von Pfund fossiler Kunststoffe durch Mutter Naturs einfach zu züchtenden, kohlenstoffbindenden Hanf ersetzt werden“, sagt Glen Kayll, CEO von „The Hemp Plastic Company“.

Die Firma mit Sitz in Boulder, Colorado, hat ein auf Hanf basierendes Polymerharz entwickelt, das zur Herstellung einer Vielzahl von Gegenständen verwendet werden kann, die normalerweise aus Hartplastik hergestellt werden, unter anderem Stifte, Geschirr, Lebensmittelbehälter und weitere Haushaltsgegenstände.

Das Plastikmüllproblem ist eines der größten im internationalen Umweltschutz. Die US-amerikanische Umweltschuztbehörde EPA (Environmental Protection Agency) gibt an, dass im Jahr 2018 allein auf amerikanischen Mülldeponien 27 Millionen Tonnen Plastik deponiert wurden. Für das vergangene Jahr 2020 berichtet National Geographic von geschätzten 5 Billionen Tonnen Plastik und Mikroplastik in unseren Ozeanen. 

Das Unternehmen „The Hemp Plastic Company“ ist eines von vielen, das an der Linderung des Plastikproblems arbeitet. Wahrscheinlich wird Plastik auch nicht vollständig durch Hanf-Biokunststoffe ersetzt werden können. Es sind aber Ideen wie diese, die dazu beitragen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.

Ein weiteres Unternehmen, das beim Umweltschutz auf Hanf setzt, ist Geochanvre. Die französische Firma vertreibt kompostierbare Gesichtsmasken aus Hanf. Ziel ist es, den immer größer werdenden Plastikmüll, der in Zeiten von Corona durch Einwegschutzausrüstung verursacht wird, zu reduzieren – hier erfahrt ihr mehr.

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