Schauspieler Armin Rohde: "Ich bin für eine Cannabis-Freigabe"

Armin Rohde hat sich für eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland ausgesprochen. Im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen bezieht der Schauspieler Stellung zum Thema und kritisiert auch die strikte Drogenpolitik der Bundesregierung. „Ja, ich bin für eine Freigabe“, sagt Rohde im Interview. „Wobei ich meine, die Freigabe sollte nicht unter 21 Jahren stattfinden, weil sich bis dahin das Gehirn entwickelt und Cannabis Schäden anrichten kann.“ Der langjährige TV-Polizist und Theaterschauspieler ist zudem der Ansicht, dass auch der Verkauf kontrolliert und reglementiert stattfinden sollte, sodass nur saubere Produkte in den Verkauf gelangen. „Irgendwie ist es auch absurd, dass ein 16-Jähriger in den Supermarkt gehen kann, um sich mit Alkohol zu versorgen, es einem erwachsenen Menschen aber verboten ist, gemütlich seinen Feierabendjoint zu rauchen. Inzwischen weiß man ja sogar, dass Cannabis-Wirkstoffe beispielsweise in der Schmerz- und Krebstherapie sowie gegen Ängste helfen können. Das ist eine uralte Droge, mit der die Menschheit viel Erfahrung hat.“ Rohde selbst spricht aus Erfahrung: „Ich habe gekifft und in den 70er Jahren in den USA auch mal andere Sachen ausprobiert. Allerdings habe ich irgendwann gemerkt: Das ist nix für mich! Gekifft habe ich allerdings auch später noch.“ Armin Rohdes Aussagen könnten Signalwirkung haben. Während es zum Beispiel in den USA viele prominente Befürworter für eine Cannabis-Legalisierung gibt, ist in Deutschland dieser Teil der Cannabis-Lobby noch überschaubar. Nun hat sich ein renommierter deutscher Schauspieler zum Thema öffentlich geäußert. Dies könnte weitere prominente Fürsprecher, und natürlich auch Gegner, dazu bewegen, sich an der öffentlichen Debatte zu beteiligen – was für den politischen Diskurs nur wünschenswert wäre.

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