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BfArM: Schmerzen wichtigster Grund für medizinisches Cannabis

Heilpflanze zur Schmerzlinderung: 73% der Rezepte für medizinisches Cannabis in Deutschland werden zur Schmerztherapie ausgestellt. Dies ergab das Zwischenergebnis der sogenannten Cannabisbegleiterhebung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). 

Insgesamt setzen also rund dreiviertel der Menschen, die in Deutschland Cannabis auf Rezept erhalten, das pflanzliche Medikament zur Behandlung von Schmerzen ein. Danach folgen die Behandlung von Spastik (10 %), Anorexie/Wasting (6%) und weitere Leiden (10%). Den Daten entsprechend verschreiben in Deutschland auch vor allem Mediziner aus der Anästhesiologie Medizinalcannabis (49 %). Danach folgen Allgemeinmedizin (17 %), Neurologie (12 %) und Innere Medizin (10 %). Zu 65% wird den deutschen Patientinnen und Patienten das Cannabis Medikament Dronabinol verschrieben, danach folgen Cannabisblüten, Sativex, Cannabisextrakte und Nabilon.  

Die Cannabisbegleiterhebung brachte noch weitere Erkenntnisse, unter anderem zur Behandlung selbst: 34% der Schmerzpatienten empfanden ihre Schmerzen als deutlich verbessert und 36% als moderat verbessert. Somit konnte medizinisches Cannabis bei insgesamt 70% der Betroffenen Schmerzleiden lindern.

Die Erhebung wird vom BfArM durchgeführt. Das Institut profitiert davon, dass in Deutschland Ärztinnen und Ärzte, die medizinisches Cannabis auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung verschreiben, verpflichtet sind, an einer Begleiterhebung zur Anwendung dieser Arzneimittel teilzunehmen.

Ziele der Erhebung sind das Monitoring von Nebenwirkungen und der Verträglichkeit von Cannabisprodukte. Zudem soll die Untersuchung zeigen, bei welchen Indikationen medizinisches Cannabis verschrieben wird. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die Planung späterer klinischer Studien dienen.  

Bei den Ergebnissen muss jedoch beachtet werden, dass die Begleiterhebung nicht alle in Deutschland mit Cannabis Arzneimitteln therapierten Personen erfasst. So werden unter anderem die Daten von Selbstzahlern, Privatversicherten, stationär und im Rahmen von klinischen Studien behandelten Personen nicht mit einbezogen.

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