Studie: Cannabiskonsum führt zu mehr Lebensqualität bei Schmerzpatienten

Schmerzpatienten berichten über Verbesserungen ihrer Lebensqualität nach dem Konsum von Cannabis, so die Ergebnisse einer US-Studie. Die Forschenden untersuchten den Cannabiskonsum in einer Kohorte von 181 Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen, die im Programm von Pennsylvania für den Zugang zu medizinischem Cannabis eingeschrieben waren.

„Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass medizinisches Marihuana, wenn es zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt wird, neben der Linderung der Schmerzen auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Patienten beitragen kann“, schlussfolgern die Autoren über ihre Studie, bei der die Studienteilnehmer*innen in mehreren Intervallen zu Themenkomplexen wie unter anderem Schmerzentwicklung und Lebensqualität befragt wurden.

Schmerztherapie ist einer der Bereiche, in dem Cannabismedizin am meisten verbreitet ist. Auch in Deutschland wird die Heilpflanze zur Schmerzlinderung eingesetzt. 73% der Rezepte für medizinisches Cannabis in Deutschland werden zur Schmerztherapie ausgestellt, wie die Cannabisbegleiterhebung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ergab.  

Dennoch gestaltet sich der Zugang zu Cannabis für medizinische Zwecke in Deutschland noch immer schwierig. Ein Grund warum, zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) mit Krankenkassen im Dialog ist, um die Vergabe und auch Bezahlung von medizinischem Cannabis zur Schmerztherapie zu erleichtern.  

Hinzukommen Angebote, die bei der Beantragung von Medizinalcannabis unterstützen, wie zum die Online-Anwendung Copeia, die die Antragstellung vereinfachen soll.  

All dies zahlt auch darauf ein, dass medizinisches Cannabis in der deutschen Bevölkerung mittlerweile akzeptiert ist – dies zeigen auch die aktuellen Umfrageergebnisse.

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