Studie: Legale Ausgabestellen ohne Einfluss auf Cannabiskonsum von jungen Erwachsenen

Eine neue US-Studie ergibt, dass die Nähe zu legalen Ausgabestellen keinen Einfluss auf den Cannabiskonsum von jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren zur Folge hat.

Die Studie der RAND Corporation und der University of Southern California wurde im Juli im Journal of Cannabis Research veröffentlicht und ist laut den Autoren die erste Studie ihrer Art. Die Untersuchung rückt den Einfluss von medizinischen und kommerziellen Cannabis-Ausgabestellen in der Nähe des Wohnorts junger Erwachsener auf das spätere Konsumverhalten in den Fokus.

Die Ergebnisse zeigen, dass junge Erwachsene, die in der Nähe von Cannabis-Ausgabestellen leben, im Vergleich zu Erwachsenen mit einer anderen Wohnsituation kein gesteigertes Interesse am Konsum von Cannabis haben. Die Forschenden werteten Antworten aus, die Jugendliche im Laufe von mehr als 20 Jahren auf die Frage nach ihrem Cannabis-Konsum gaben. Insgesamt wurden die Daten von über 1,4 Millionen High-School-Schülern analysiert. Die Antworten legen nahe, dass der Politikwechsel von der Prohibition zur Legalisierung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konsum hatte. 

Die Ergebnisse der Auswertung lassen sogar den Schluss zu, dass die Legalisierung von Cannabis als Freizeitdroge den Konsum von Cannabis leicht gesenkt habe. Ein möglicher Grund dafür könnte die durch die Legalisierung bedingte Reduzierung des Schwarzmarkthandels sein, wie die Autoren konstatieren. 

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