US-Sprinterin Sha'Carri Richardson darf wegen Cannabis-Konsum nicht zu Olympia

Der US-amerikanische Leichtathletik-Verband hat Topsprinterin Sha’Carri Richardson nach einem positiven Test auf Cannabis nicht in seinen Olympia-Kader berufen. Die Entscheidung sorgte international für reichlich Kritik. Generell stellt sich uns bei Charlie Green die Frage, wieso jemand im Spitzensport gesperrt wird, der THC konsumiert. Denn schließlich ist die Grundlage für diese zweifelhafte Dopingregel, dass Marihuana der konsumierenden Person schaden soll – und nicht, dass die Pflanze den Menschen „schneller“ macht.

Sha'Carri Richardson hatte am 19. Juni bei den Ausscheidungskämpfen in Oregon das 100-Meter-Rennen in eindrucksvoller Art und Weise gewonnen und sich damit einen Platz im Olympia-Kader der USA gesichert. Die extravagante Sprinterin mit ihren bunten Haaren und langen Fingernägeln galt damit als große Favoriten auf die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokyo.

Aufgrund der positiven THC-Testung wurde ihr Erfolg bei den Trials in Eugene jedoch gestrichen und eine 30 Tage andauernde Suspendierung ausgesprochen. Diese Sperre wäre vor dem Staffelrennen am 5. August in Tokio abgelaufen. Doch die Chance auf eine Teilnahme bleibt der Ausnahmeathletin nun verwehrt.

Der US-Verband teilte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP mit, dass er „unglaublich mitfühlend“ sei – gerade auf der Grund der Umstände, dass kürzlich die Mutter ihres Sprintstars verstorben sei. „Wir werden mit Sha'Carri zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sie über ausreichende Hilfe verfügt, um jetzt und in Zukunft alle psychischen Herausforderungen zu bewältigen.“ Allerdings müsse man, heißt es weiter vom Verband, den anderen Athletinnen gegenüber fair bleiben, die ihrerseits für den Traum einer Olympia-Teilnahme gearbeitet hätten.

Richardsons Suspendierung hatte in den USA für viel Kritik und Aufsehen gesorgt. Die Sportlerin selbst hatte im US-Fernsehen gesagt: „Ich weiß, was ich getan habe. Ich weiß, was ich tun soll, was ich nicht tun darf, und ich habe diese Entscheidung trotzdem getroffen.“ Mehrere US-Stars sprangen ihr im Netz zur Seite, darunter unter anderem Patrick Mahomes, Quarterback der Kansas City Chiefs, und Schauspieler Seth Rogen.

Die Kritik an der Suspendierung brachte unserer Meinung NBA-Rookie LaMelo Ball ganz gut auf den Punkt:

 

 

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