Vegan und Nachhaltig: Naturpelz auf Hanfbasis

Die Cannabispflanze ist eine Lösung für tierfreundlichen und ökologischen Pelz. Aus dem natürlichen Rohstoff kann ein nachhaltiger Naturpelz hergestellt werden, der neben den offensichtlichen Vorteilen gegenüber Echtpelz auch eine wesentlich bessere Ökobilanz als synthetischer Kunstpelz vorweist.

 

Die ukrainische Modemarke DevoHome hat jüngst mit ihrer umweltfreundlichen Hanfkollektion bei der heimischen Fashion Week für Aufsehen gesorgt. Oksana Devoe, Geschäftsführerin von DevoHome, erklärt die Vorteile von veganem Pelz auf Hanfbasis: „Wie unterscheidet es sich von Kunstpelz? Ganz einfach, das Fell wird nur aus Pflanzen hergestellt und ist biologisch abbaubar. Sogar der Untergrund ist aus Baumwolle. Sie können es einfach in der Erde vergraben, und es wird ziemlich bald von selbst biologisch abgebaut sein.“

 

Veganes Fell aus Hanf wird im Gegensatz zu synthetischem Kunstpelz nicht aus Erdölderivaten hergestellt. Es ist somit auch auch keine potenzielle Quelle für Mikroplastik.

 

Auch für die handwerkliche Seite der Modeindustrie ergeben sich durch veganen Pelz Vorteile, wie Schneiderin Halyna Zeldych erläutert: „Das Fell fühlt sich wirklich gut an in meinen Händen. Es verursacht keine Allergien beim Schneiden und Nähen im Vergleich zur Arbeit mit synthetischen Textilien. Es hat also viele Vorteile. Und hat auch eine eigene Ästhetik, die Freude an der Arbeit mit diesem Textil bringt.“

 

Nachhaltige Laufstegmode ist mittlerweile sogar zum Trend geworden: „Tatsächlich geht der globale Trend hin zur ‚Circular Fashion‘, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“, sagt Daria Marusyk, Kommunikations-Chefin der Ukrainer Fashion Week. „Es geht darum, Ressourcen so oft wie möglich zu nutzen. Und Hanf hat genau die Eigenschaften für eine Kreislaufwirtschaft, diese kann bei seiner Produktion umgesetzt werden.“

 

Die Cannabispflanze könnte somit dazu beitragen, tierisches oder synthetisches Fell in Zukunft vollständig zu ersetzen.

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